Preise für Strom und Gas sinken zum 1. Januar 2026
07. November 2025
Positiv wirkt sich nicht nur die Beruhigung an den Märkten aus
Die Stadtwerke Gütersloh senken zum 1. Januar 2026 sowohl den Strom- als auch den Gaspreis. Gesunkene Beschaffungskosten, Entlastung bei den Netzentgelten und die geplante Abschaffung der Gasspeicherumlage machen sich für Kundinnen und Kunden positiv bemerkbar.

Strom: Preis sinkt für Haushaltskunden um 4,12 Cent
Mit Beginn des neuen Jahres sinken die Strompreise in der Grundversorgung um 4,12 Cent (brutto) pro Kilowattstunde (kWh) und liegen damit künftig bei 32,82 Cent/kWh (brutto); (zuvor: 36,94 Cent/kWh). „Für einen Privathaushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 2.200 kWh Strom bedeutet dies eine finanzielle Ersparnis von rund 90 Euro (brutto) im Vergleich zum Vorjahr“, rechnet Gunnar Gühlstorf, Leiter Energiewirtschaft der Stadtwerke Gütersloh, vor. Insbesondere die gesunkenen Großhandelspreise für Strom hätten einen Effekt auf die Preisgestaltung. Positiv wirkt sich laut Gühlstorf aber nicht nur die Beruhigung an den Märkten aus. Zusätzlich entlastet der von der Bundesregierung geplante Zuschuss von 6,5 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds die Übertragungsnetzbetreiber und reduziert so die Netzkosten für Verbraucher weiter. „Mit der Preisanpassung geben wir diese positiven Effekte nun an unsere Strom-Kunden weiter“, so Gühlstorf.
Gas: Auch hier werden Haushaltskunden sparen
Auch für die Gas-Kunden der Stadtwerke sinken die Preise in der Grundversorgung zum 1. Januar 2026. Statt bisher 11,09 Cent/kWh (brutto) liegt der Arbeitspreis dann bei 9,98 Cent/kWh (brutto). Ähnlich wie bei Strom üben auch im Gas-Sektor die gesunkenen Großhandelspreise den größten Effekt auf die neuen Preise aus. Diese haben sich auf einem relativ stabilen Preis-Niveau eingependelt, liegen aber im Vergleich zu Vor-Krisen-Zeiten nach wie vor auf einem höheren Niveau. Auch der geplante Wegfall der Gasspeicherumlage wirkt sich für Verbraucher positiv aus. Gleichzeitig steigen jedoch die Netznutzungsentgelte für Gas, wodurch sich der Grundpreis um rund 47 Euro jährlich (brutto) erhöht. „Diese Erhöhung können wir jedoch durch die genannten Einsparungen kompensieren“, sagt Gühlstorf. Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 15.000 Kilowattstunden bedeutet die bevorstehende Preisanpassung daher eine Ersparnis von rund 118 Euro (brutto) im Jahr. Die Netznutzungsentgelte gehören zu den Preisbestandteilen, auf die die Stadtwerke keinen Einfluss haben. Denn: Der Gas-Preis setzt sich aus vielen verschiedenen Komponenten zusammen – es spielen nicht nur Netznutzungsentgelte, sondern auch Umlagen, Steuern und Abgaben bei der Preisgestaltung eine Rolle. Auch der nationale CO₂-Preis auf fossile Brennstoffe führt dazu, dass die Kosten für Gas schrittweise steigen.
Langfristige Beschaffungsstrategie bewahrt vor Preissprüngen
„Wir verfolgen eine langfristige und eher konservative Beschaffungsstrategie für Strom und Gas. So minimieren wir das Risiko stark schwankender Großhandelspreise, was letztlich unseren Kunden zugutekommt“, erklärt Gühlstorf. „Für das Lieferjahr 2026 liegen die Beschaffungskosten aus langfristiger Eindeckung auf einem niedrigeren Niveau als im Vorjahr.“ Im Vergleich hätten sich insbesondere mit Blick auf die Beschaffungskosten insgesamt bessere Rahmenbedingungen ergeben.
Doch klar ist auch: Die Großhandelspreise für Strom und Gas liegen nach wie vor auf einem höheren Niveau als noch vor der Energiekrise 2022. Gründe dafür sind laut Stadtwerken etwa andere Liefer- und Herkunftsquellen für Gas, vielfältigere Einflussfaktoren auf die Energiepreise sowie größere geopolitische Unsicherheiten. Dies spiegelt sich in den Endkundenpreisen wider.
In den kommenden Tagen informieren die Stadtwerke ihre Kunden per Post über die neuen Preise.