Lob und Kritik
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Nitrat

Der Grenzwert der Trinkwasserverordnung für Nitrat beträgt 50 mg/l.

Natürliche Nitratgehalte des Grundwassers liegen im Bereich von wenigen mg/l. Im Wesentlichen werden Nitratgehalte im Grundwasser durch menschliche Aktivitäten hervorgerufen, entweder direkt über Düngung des Bodens oder indirekt über Stoffeinträge aus der Luft (NOx) und Auswaschung des Bodens mit dem Regenwasser. Ausführliche Informationen zur Grundwasserbelastung mit Nitrat finden Sie hier.

Überhöhte Nitratwerte im Trinkwasser, gesundheitliche Bedeutung

Überhöhte Nitratwerte im Trinkwasser können vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern zu Gesundheitsschäden führen, wenn beispielsweise mit einem solchen Wasser Flaschennahrung zubereitet wird.

Maßnahmen zu Reduzierung von Nitratgehalten

Grundwasserschutz: Im Einzugsgebiet von Wassergewinnungsanlagen versucht man den Eintrag von Nährstoffen zu minimieren. In Gütersloh wird seit vielen Jahren in Kooperation zwischen Landwirten und den Stadtwerken Gütersloh GmbH eine Düngung der Flächen im Wasserschutzgebiet nach Düngeplänen vorgenommen, die durch Bodenanalysen vor und nach der Ernte überprüft bzw. optimiert werden.

Technische Behandlung: Überhöhte Nitratwerte im Trinkwasser können mit Ionenaustauscheranlagen oder mit Umkehrosmoseanlagen reduziert werden. Grundsätzlich werden bei Ionenaustauscheranlagen die Nitrate durch andere Ionen ersetzt. Die Osmoseanlagen arbeiten dagegen wie Filter, die nach der Behandlung ein Wasser bereitstellen, das viele Wasserinhaltsstoffe stark reduziert enthält. Im Handel wird eine große Anzahl von Lösungen angeboten, auf die hier nicht eingegangen werden kann. Es ist aber sehr empfehlenswert, die Wirkungsweise und den Einfluss der Behandlung auf das Trinkwasser vor Anschaffung einer solchen Anlage genau zu prüfen.

 

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