Einordnung der Marktlage

Die Entwicklungen auf den internationalen Energiemärkten sorgen aktuell für Verunsicherung. Als Ihr regionaler Energieversorger möchten wir Sie deshalb verständlich und transparent informieren und die wichtigsten Fragen beantworten.

Die wichtigste Information vorweg:
Ihre Energieversorgung ist sicher – und die Preise für viele Haushaltskunden derzeit stabil.

Gunnar Gühlstorf – Leiter Energiewirtschaft

Wir können unsere Kundinnen und Kunden beruhigen: Kurzfristige Preisschwankungen wirken sich aktuell nicht direkt auf Ihre Preise aus. Der Grund dafür ist unsere langfristige Beschaffungsstrategie für Strom und Gas.

Gunnar Gühlstorf, Leiter Energiewirtschaft der Stadtwerke Gütersloh GmbH

Die häufigsten Fragen und Antworten zur aktuellen Lage


26. März 2026

Was passiert aktuell am Energiemarkt?

Geopolitische Ereignisse können Auswirkungen auf die Energiemärkte haben – etwa dann, wenn wichtige Handelsrouten unterbrochen sind oder elementare Knotenpunkte in der Rohstoffförderung beschädigt werden. So reagieren die Energiemärkte auch auf die Ereignisse im Nahen Osten mit hoher Nervosität.

Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. In Phasen, in denen die Nachfrage hoch ist und weniger Energie zur Verfügung steht, steigen die Preise. Und so sind insbesondere die Börsenpreise für Strom und Gas aktuell starken Schwankungen ausgesetzt. Kurzfristig kam es zu deutlichen Preissprüngen.

Diese Entwicklungen betreffen vor allem den sogenannten Spotmarkt – also den kurzfristigen Energiehandel. Da wir als Stadtwerke Gütersloh Gas vorausschauend und rollierend bis zu drei Jahre im Voraus beschaffen, wirken diese aktuellen Börsenturbulenzen für unsere Bestandskunden wie durch einen Stoßdämpfer abgefedert. Die Mengen für die aktuelle Versorgung sind bereits gesichert.

Was bedeutet das für Sie als Kunde?

Für unsere Kundinnen und Kunden – in Gütersloh und darüber hinaus – gibt es eine wichtige Entwarnung: Kurzfristige Preisschwankungen wirken sich aktuell nicht direkt auf Ihre Preise aus.

Die Preissprünge betreffen primär den Spotmarkt, also den kurzfristigen Einkauf. Da wir Gas vorausschauend und rollierend bis zu drei Jahre im Voraus beschaffen, wirken die aktuellen Börsenturbulenzen für unsere Bestandskunden wie durch einen Stoßdämpfer abgefedert. So halten wir unsere Preise für Sie stabil. Kurzfristige Preissprünge sind nach heutigem Stand nicht zu befürchten. Und auch die Mengen für die aktuelle Versorgung sind bereits gesichert.

Dies hat auch Auswirkungen auf den Strompreis: Wir sehen die Auswirkungen am Strommarkt bereits deutlich, da Strom- und Gaspreise eng gekoppelt sind.

Wie kaufen die Stadtwerke Gütersloh ihr Gas ein?

Wir verfolgen eine langfristige und rollierende Einkaufsstrategie und beschaffen Erdgas nicht tagesaktuell, sondern bis zu drei Jahre im Voraus. Durch den vorausschauenden Einkauf in Tranchen werden extreme Spitzen am Spotmarkt abgefedert. 

Die für die aktuelle Versorgung benötigten Mengen haben wir bereits zu Zeitpunkten gesichert, zu denen die Marktpreise deutlich niedriger und stabiler waren. Kurzfristige Preisausschläge an der Börse kommen daher nicht eins zu eins bei unseren Kunden an.

Gibt es Anzeichen für eine notwendige Preisanpassung für Kunden der Stadtwerke Gütersloh?

Dank unserer langfristigen und rollierenden Einkaufsstrategie, bei der wir Gas bis zu drei Jahre im Voraus beschaffen, wirken die drastischen Entwicklungen am Spotmarkt nicht direkt auf die aktuellen Preise unserer Bestandskunden. Diese Strategie fängt kurzfristige Spitzen ab, da die aktuell benötigten Mengen bereits zu stabileren Konditionen gesichert wurden.

Wir haben auch für das Jahr 2027 bereits beträchtliche Energiemengen eingekauft. Dennoch ist absehbar, dass dauerhaft hohe Weltmarktpreise – wie sie im Falle einer monatelangen Blockade erwartet werden – mittelfristig Einfluss auf die Kalkulation der Preise haben werden.

Wie hängen Strom- und Gaspreise zusammen?

Strom- und Gaspreise sind eng miteinander gekoppelt. Und so sind die Auswirkungen am Gas-Markt auch am Strommarkt bereits deutlich zu sehen. Neben erneuerbaren Energien, Braunkohle, Steinkohle und Atomkraft kann auch Erdgas zur Stromproduktion eingesetzt werden.

Es gibt verschiedene Szenarien, in denen auch ein Gaskraftwerk maßgeblich für den Strompreis sein kann. Wenn beispielsweise zu wenig Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wird (z. B. wegen wenig Wind) und parallel eine sehr hohe Stromnachfrage besteht, dann kann es vorkommen, dass mehr Strom aus Gaskraftwerken erzeugt werden muss. Das teuerste Kraftwerk, das gerade noch benötigt wird, um die Nachfrage zu decken, bestimmt dann den Preis für den gesamten Markt.

Zwei Faktoren dämpfen diesen Effekt jedoch:

  • Je mehr Wind- und Sonnenstrom im Netz ist, desto seltener müssen teure Gaskraftwerke laufen.
  • Genau wie beim Gas kaufen wir auch Strom für unsere Kunden bis zu drei Jahre im Voraus ein. Das entspannt die kurzfristige Situation. Aber: Wenn die Krise anhält, werden künftige Einkaufstranchen auch für Strom absehbar teurer werden.

Was ist der Unterschied zwischen Spot- und Terminmarkt?

Spotmarkt: Dort wird kurzfristig lieferbarer Strom bzw. kurzfristig lieferbares Gas gehandelt.

Terminmarkt: Dort findet der Handel für Strom bzw. Gaslieferungen mit einem langfristigen zeitlichen Vorlauf statt.

Wir kaufen sowohl Strom als auch Gas vorausschauend am Terminmarkt ein. Nur ein sehr kleiner Teil der Gesamtmenge wird am Spotmarkt dazugekauft. So schaffen wir Planungssicherheit und schützen unsere Kunden vor extremen Preissprüngen.

Welche Faktoren bestimmen den Gas-Preis?

Es gibt drei Faktoren, die den Gaspreis bestimmen: 

  1. die Beschaffungskosten (ca. 50 bis 60 %), 
  2. die Netzentgelte (ca. 20 %) und 
  3. die staatlichen Abgaben (ca. 20 bis 25 %).

Alle drei Faktoren sind unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt.

Der Preis für die Beschaffung und den Vertrieb des Gases entsteht im Wettbewerb unter den Gasanbietern; hier schlagen sich beispielsweise auch geopolitische Entwicklungen, die weltweite Nachfrage und Witterungsbedingungen nieder. Dies ist aktuell der kritischste Faktor.

Staatliche Abgaben: Hierzu zählen Steuern und der CO₂-Preis.

Netzentgelte (ca. 20 %): Diese Kosten decken den sicheren Betrieb, die Wartung und den Ausbau des Netzes ab.

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