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„Wir pflanzen einen Baum“

Baumpatenprojekt der Stadtwerke Gütersloh geht in die nächste Runde

Auf Erkundungstour im Wald: Uwe Tiemann (Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Kreisverband Bielefeld/Gütersloh) erklärte den Erstklässlern der Edith-Stein-Schule viel Wissenswertes über Pflanzen und Tiere.

Neben Lesen, Schreiben und Rechnen steht das Erlebnis »Heimische Natur« ganz oben auf dem Stundenplan der Erstklässler der Gütersloher Edith-Stein-Schule. Im Rahmen des gemeinsamen Baumpaten-Projekts der Stadtwerke Gütersloh, der Edith-Stein-Schule und der heimischen Forstwirtschaft ging es also auch für die diesjährigen „i-Dötze“ raus in die Natur. Ziel des herbstlichen Ausflugs: Der Bauernhof der Familie Lintel und das nahgelegene Waldstück, wo ein starker Sommersturm im Jahr 2013 einen Teil des angrenzenden Waldes verwüstet hatte. Es gab, dem regnerischen Wetter zum Trotz, also einiges zu tun für die kleinen Naturentdecker.

Nach den Aufräumarbeiten im Waldstück wird die Kahlfläche schon seit einiger Zeit in Zusammenarbeit mit dem Forstamt aufgeforstet. Hier durften nun auch die „Mäuse“ und „Igel“ der Edith-Stein-Schule ihre ersten eigenen Bäume pflanzen. Unterstützt wurden sie dabei von sechs Eltern, zwei Lehrerinnen sowie von den Forstwirtschaftsmeistern Markus Rübsamen und Uwe Tiemann sowie den Wasserschutzberatern Martin Schmalenstroer und Anke Femmer von den Stadtwerken Gütersloh. Und ganz nebenbei gab es auf dem Hof auch noch viel Natur und Landwirtschaft zu entdecken.

Quer über den Hof und vorbei an den Ställen ging es in das kleine Waldstück der Familie Lintel. Auf einer Kahlfläche hatte Markus Rübsamen mit einem Erdbohrer schon viele große Löcher vorbereitet. Nach einer kurzen Begrüßung von Dr. Mechthild Meier, Leiterin für Technik/Erzeugung bei den Stadtwerken Gütersloh, ging es auch schon los. Als erstes durften sich die „Mäuse“ als kleine Gärtner beweisen. Vom Profi wurde den Kindern erklärt, wie tief der Baum in die Erde gesetzt werden muss und wie das Loch anschließend am besten wieder geschlossen wird. Gemeinsam mit den großen Helfern ging es ans Werk – und im Nu waren die ersten Bäumchen gepflanzt.

Damit die Kinder ihren Baum später einmal wiederfinden, hatten sie in der Schule bereits bunte Holzstäbe mit ihren Namen vorbereitet, denn dies soll nicht der letzte Besuch vor Ort bleiben. Nach vollbrachter Arbeit ging es mit Bauer Lintel noch zur Schafswiese und in die Ställe. Hier warteten 40 hungrige Bullen auf frisches Heu - eine Aufgabe, die ihm die Kinder liebend gerne abnahmen.

Während die „Mäuse“ ihren ersten Baum pflanzten und die Tiere fütterten, ging es für die „Igel“ auf eine spannende Erkundungstour in den Wald. Vorneweg  Uwe Tiemann von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Von ihm lernten die Kinder allerhand über die „älteren“ Bäume und den Wald. Passend zum regnerischen Tag erfuhren sie auch, woher das Wasser kommt und wie wichtig es für Mensch und Pflanze ist. Auf der Tour durch das Waldstück zeigte Herr Tiemann auch den Unterschied zwischen Laubbäumen und Nadelhölzern. Außerdem erfuhren die Kinder Spannendes über Waldtiere wie Fledermaus, Schnecke und Igel.

Während der Wissenshunger anschließend gut gestillt war, wartete das gemütliche gemeinsame Frühstück im Freien auf die beiden Grundschulklassen. Und das genossen sie beim Blick auf die geschaffte Arbeit, die nun eine Weile braucht, um erste Erfolge zu zeigen. Ein Wiedersehen mit Bauer Lintel wird es dann im neuen Jahr geben, natürlich in der Hoffnung, dass die gepflanzten Eichen  alle gut angewachsen sind.

 

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