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Stadtwerke testen Elektro-Bus

Stadtwerke Gütersloh testen einen Elektro-Bus im regulären Linienbetrieb.

Haben sich selbst ein Bild vom Elektro-Bus gemacht: (von links) Stadt-bus-Leiterin Jutta Hanitzsch, Stadtwerke- und Stadtbus-Geschäftsführer Ralf Libuda, Christine Lang (1. Beigeordnete der Stadt Gütersloh), Bürgermeister und Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzender Henning Schulz und Alexander Janzen (Lei-ter Kfz-Technik und Werkstätten, Stadtwerke Gütersloh). Foto: Stadtwerke Gütersloh

Wenn es um die Mobilität in Gütersloh geht, haben die Stadtwerke Gütersloh klare Ansprüche: Sie wollen den Trend zu mehr klimafreundlicher Mobilität weiter ganzheitlich vorantreiben. Und deshalb testen sie in ihrem Tochterunternehmen Stadtbus Gütersloh GmbH ab heute einen Elektro-Bus im regulären Linienbetrieb.

12 Meter lang und auf dem Stand neuester Elektro-Antriebstechnik ist der Solo-Bus des Modells „eCitaro“, der von Mercedes Benz hergestellt wird und bis zu 94 Fahrgäste befördern kann. „Als heimisches Versorgungsunternehmen und Betreiber des Stadtbusses setzen wir im Öffentlichen Personennahverkehr verstärkt auf umweltfreundliche Alternativen zum Diesel-Bus“, sagt Stadtwerke- und Stadtbus-Geschäftsführer Ralf Libuda. Man teste den eCitaro insbesondere, um auszuloten, ob und wie ein E-Bus zukünftig im Stadtbus-Linienverkehr effektiv eingesetzt werden könnte.

Sieben Tage lang wird der E-Bus ab heute im Stadtgebiet auf den Linien 203, 208 und 210 unterwegs sein. Aus den praktischen Erfahrungen im alltäglichen, winterlichen Betrieb wollen die Verantwortlichen unter anderem Rückschlüsse auf die Reichweite und den notwendigen Lade-Rhythmus ziehen. „Auslastung, Verkehrssituation und kalte Temperaturen könnten darauf Einfluss nehmen“, erläutert Alexander Janzen, Leiter Kfz-Technik und Werkstätten bei den Stadtwerken, mögliche Faktoren. „Nach der Testphase haben wir erste Erkenntnisse, ob E-Busse hier in Gütersloh eine praktikable Alternative sein können.“ Der E-Bus ist lokal weitestgehend emissionsfrei und leise unterwegs.

Bürgermeister und Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzender Henning Schulz hat sich bei einer Probefahrt bereits selbst ein Bild von dem Test-Fahrzeug in der Stadtbus-Flotte gemacht und sagt: „Ich schätze die Offenheit unserer Stadtwerke, gemeinsam mit uns, der Stadt, neue Wege bei der Gestaltung von Mobilitätsangeboten zu gehen und neue Technologien auszuprobieren. Moderne Antriebstechnologien werden sich in den kommenden Jahren mehr und mehr durchsetzen. Und es ist gut, wenn wir auch in Gütersloh frühzeitig eigene Erfahrungen sammeln.“

Mit ihrem bestehenden Mobilitätsangebot setzen sich die Stadtwerke bereits auf vielfältige Weise für ein gutes Klima in der Stadt ein. Neben dem E-Sharing-Angebot „deins & meins“ wurden in den vergangenen Monaten insgesamt vier Hybrid-Gelenkbusse erfolgreich in die Flotte integriert. Ein Elektro-Bus würde den Stadtbus-Fuhrpark in Sachen Nachhaltigkeit noch breiter aufstellen. Auf eine spezifische Antriebsform festlegen wollen sich die Verantwortlichen nicht. „Wir beobachten den Markt weiterhin und sind auch in ständigem Austausch mit anderen Verkehrsunternehmen“, unterstreicht Libuda. „Batterieantrieb hat aus unserer Sicht gerade im innerstädtischen Bereich gute Chancen, sich zu behaupten.“ Wie gut werden die Verantwortlichen in den kommenden Testtagen herausfinden.