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Stadtbus-Sicherheit entspricht bundesdeutschen Standard

Sicherheit der Gütersloher Stadtbusse entspricht dem hohen bundesdeutschen Standard

 

Die Stadtwerke Gütersloh weisen mit Nachdruck die Kritik des Stadtverbandes der Linken an der vermeintlich unzureichenden Sicherheit der Stadtbusse zurück. Die Partei hatte in einer Mitteilung behauptet, der Gang zwischen den Sitzen wie auch die Abstellfläche für Geh- und Fahrhilfen sei zu eng bemessen, wodurch es „immer wieder zu gefährlichen Unfallsituationen“ komme. Bei den von den Stadtwerken Gütersloh eingesetzten Fahrzeugen handelt es sich um Linienstandard-Busse, wie sie von Verkehrsbetrieben im gesamten Bundesgebiet eingesetzt werden. Diese Fahrzeuge verfügen in der Regel über 34 Sitz- und 65 Stehplätze sowie einen Rollstuhlfahrerplatz. „Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen legt gemeinsam mit den Herstellern die hohen Sicherheitsstandards für die Linienbusse fest. Ohne umfangreiche Crashtests würde es sicherlich keine Straßenzulassung und keine TÜV-Abnahmen geben“, unterstreicht Jutta Hanitzsch, Leiterin der Verkehrsbetriebe, einer 100-prozentigen Stadtwerke-Tochter.

Für Fahrgäste mit körperlichen Einschränkungen stehen im Vorderwagen der Stadtbusse jeweils vier spezielle Sitze mit Armlehnen, Haltegriffe und Haltstangen zur Verfügung. Diese Plätze sind außen vorne rechts sowie im Innenraum mit Piktogrammen gekennzeichnet. „Sämtliche Sitz- und Stehplatzanordnungen sind vom Hersteller vorgegeben. Wir dürfen diese nicht eigenmächtig verändern“, ergänzt Jutta Hanitzsch. Im Übrigen sei es aus Sicherheitsaspekten sinnvoll, die Anzahl der gestatteten Rollstühle und Gehhilfen in den Bussen nicht weiter zu erhöhen. Hanitzsch: „Je mehr bewegliche Gegenstände sich im Fahrzeug befinden, je mehr können schließlich bei einer verkehrsbedingten Vollbremsung umkippen oder verrutschen.“ Somit wäre es nach Ansicht der Stadtwerke kontraproduktiv, die Zahl der Sitzplätze zugunsten von weiteren Abstellflächen für Geh- und Fahrhilfen zu reduzieren. „Abgesehen davon würde eine Verringerung von Sitzplätzen bei vielen Fahrgästen für Unmut sorgen, beispielsweise im Schülerverkehr“, gibt Jutta Hanitzsch zu bedenken. Die Stadtwerke werden bei  künftigen Neuanschaffungen gern prüfen, ob inzwischen Linienbusse mit einer optimierten Sitz- und Stehplatzanordnung verfügbar sind, um drohende Konflikte unter Fahrgästen mit Kinderwagen, Rollatoren und Rollstuhlfahrer durch eine optimierte Sitz- und Stehplatzanordnung  zu minimieren.