Lob und Kritik
Die sieben wichtigsten
Nummern
Alle anzeigen

Sichere Trinkwasserversorgung im Sommer 2019

Stadtwerke Gütersloh sichern auch bei großer Hitze die Trinkwasserversorgung.

Anhaltende Trockenheit, pausenlose Hitze, drohende Wasserknappheit: Die sonnigen Sommertage haben in den vergangenen Wochen bereits ihre Schatten geworfen. In vielen Regionen riefen die Kommunen zum sparsamen Umgang mit Wasser auf. In Gütersloh dagegen ist die Versorgungssituation bislang entspannt geblieben. Mit leistungsfähigen Förder-, Aufbereitungs- und Speicheranlagen sorgen die Stadtwerke Gütersloh dafür, dass auch in außergewöhnlich langen Hitzeperioden rund um die Uhr sauberes Trinkwasser aus den Wasserhähnen der Gütersloher fließt.

Erst gestern und vorgestern (23. und 24. Juli) verzeichnete das heimische Versorgungsunternehmen bei Temperaturen über 30 Grad Celsius Trinkwasserabgaben von 17,6 beziehungsweise 19,5 Millionen Liter. Noch mehr Trinkwasser entnahmen die Gütersloher etwa am 24., 25. und 26. Juni dieses Jahres mit jeweils mehr als 20 Millionen Liter täglich. „An den heißen Juni-Tagen haben wir sogar den Tagesspitzenwert aus dem vergangenen Jahr überschritten, der bei rund 19,6 Millionen Liter liegt“, sagt Dr. Mechtild Meier, Leiterin Technik und Erzeugung bei den Stadtwerken Gütersloh, und erinnert an den außergewöhnlich heißen und langandauernden Sommer 2018. Aber auch damals konnten Dr. Meier und ihre Mitarbeiter in den Wasserwerken stets Entwarnung geben, wenn es um das Thema Wasserknappheit ging. „Dass die Versorgung problemlos gewährleistet werden konnte, lag auch an dem nassen Winter des Vorjahres“, so Dr. Meier. „Der Grundwasserstand war auf einem guten Niveau.“ Doch obgleich der vergangene Winter milder und trockener war als der vorherige, auch für diesen Sommer sieht Dr. Mechtild Meier aktuell keine Probleme auf die Gütersloher zukommen. „Wir fördern unser Trinkwasser aus dem Grundwasser. Von dieser riesigen vorhandenen Gesamtmenge entnehmen wir nur einen vergleichsweise kleinen Teil.“ Im vergangenen Jahr habe man während der Sommermonate Juli, August und September insgesamt mehr als 1,5 Milliarden Liter Wasser aus dem Grundwasser entnommen. Allein knapp 770 Millionen Liter davon wurden im Wasserwerk Quenhorn – dem größten der drei Wasserwerke  der Stadtwerke Gütersloh – an die Oberfläche gefördert. „An unsere Kapazitätsgrenzen sind wir damals nicht gestoßen“, so Dr. Meier. „Das beweist die hohe Leistungsfähigkeit unseres Wassergewinnungssystems, wodurch wir auch bei außergewöhnlichen Hitzeperioden eine konstante und vollumfängliche Wasserversorgung gewährleisten können.“

45 Kiesschüttungsbrunnen fördern das Wasser in den Gütersloher Gewinnungsgebieten Quenhorn, Nordrheda-Ems und Spexard an die Oberfläche. Die Brunnen der Stadtwerke reichen dabei bis zu 25 Meter in die Tiefe. „So können auch in längeren Trockenphasen die erforderlichen Mengen zuverlässig gefördert werden“, erläutert Dr. Meier. In sogenannten Schnellfilter-Anlagen werden aus dem Grundwasser Inhaltsstoffe wie Eisen und Mangan herausgefiltert. Für den Menschen wichtige Mineralien wie Calcium und Magnesium bleiben erhalten. Anschließend wird das saubere Trinkwasser in den drei großen Reinwasserbehältern gespeichert. Diese fassen jeweils bis zu vier Millionen Liter Trinkwasser. „Mithilfe der Reinwasserbehälter gewährleisten wir eine sichere Trinkwasserversorgung im Stadtgebiet – rund um die Uhr, zu jeder Jahreszeit“, erklärt Dr. Meier. Insbesondere in den Nachtstunden, wenn erfahrungsgemäß deutlich weniger Wasser gebraucht werde als tagsüber, füllten sich die großen Behälter wieder auf. So können die Gütersloher im wahrsten Sinne des Wortes stets aus dem Vollen schöpfen. Dr. Meier ist zuversichtlich: „Die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr zeigen uns, dass wir gut aufgestellt sind. Auch, wenn wir in diesem Jahr einen ähnlich heißen Sommer erleben sollten, können wir das Stadtgebiet kontinuierlich mit Trinkwasser versorgen.“ Doch bei aller Versorgungssicherheit ist es Dr. Mechtild Meier auch wichtig in Erinnerung zu rufen, dass „Wasser nicht in unendlicher Menge vorhanden ist. Man sollte immer – egal, ob im Sommer oder im Winter – verantwortungsvoll mit der Ressource Wasser umgehen.“

Die Stadtwerke versorgen über rund 20.000 Hausanschlüsse täglich mehr als 81.000 Menschen im Stadtgebiet mit Trinkwasser. Im Durchschnitt verbraucht jeder Mensch täglich rund 124 Liter.