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PV-Check

Photovoltaik-Anlagen liegen im Trend – Stadtwerke raten zu regelmäßiger Wartung

Die Zahl der Photovoltaik-Anlagen in Gütersloh steigt kontinuierlich. Rund 1.700 Exemplare unterschiedlicher Größe werden derzeit im Stromnetz der Kreisstadt betrieben. Bei einer installierten Leistung von rund 23.000 Kilowatt (kW) werden jährlich ca. 19,7 Millionen Kilowattstunden (kWh) erzeugt. Durch die hohe Einspeisevergütung, die die Stadtwerke Gütersloh bereits seit 1995 im Rahmen ihres Engagements für die erneuerbaren Energien zahlen, sind schon in den neunziger Jahren zahlreiche Anlagen gebaut worden. 2005 waren es rund 300 mit einer Gesamtleistung von 1.400 kW und einer Erzeugung von rund 1,1 Millionen  kWh im Jahr. Nach Angaben von Uwe Pöppelmann, Leiter Energiedienstleistungen und Projekte bei den Stadtwerken Gütersloh, kommen jährlich etwa 100 bis 150 neue Anlagen hinzu.

Um einen möglichst hohen Ertrag und die Sicherheit der Photovoltaik-Anlage gewährleisten zu können, ist jedoch eine regelmäßige Wartung und Instandhaltung unerlässlich. Uwe Pöppelmann: „Grundsätzlich empfehlen wir daher einen jährlichen PV-Check.“ Das heimische Energieversorgungsunternehmen bietet seinen Kunden den PV-Check Basis für 200 Euro an. Dieser umfasst eine Sichtkontrolle der Module sowie die Überprüfung der sichtbaren Teile der Unterkonstruktion und Kabel auf Beschädigungen. Des Weiteren wird bei vorhandenem Einspeisemanagement eine Funktionsprüfung zum Nachweis gegenüber dem Netzbetreiber durchgeführt. Der Kunde erhält einen Prüfbericht mit eventuellen Empfehlungen für die Ertragssteigerung seiner PV-Anlage.

Zusätzlich wird empfohlen, alle vier Jahre eine Thermografie-Aufnahme der Stromverteilung und der Wechselrichter durchführen zu lassen. Zudem wird bei dem PV-Check Standard für nur 375 Euro zusätzlich auch die elektrische Prüfung der Leerlaufspannung, des Strangstroms und des Isolationswiederstandes des PV-Generators überprüft. Bei Leistungsminderungen an der Anlage empfehlen die Stadtwerke Gütersloh den PV-Check PLUS. Um Fehler und Störungen sichtbar zu machen, wird eine Leistungsmessung der PV-Anlage durchgeführt. Um die Erträge der Anlage zu prüfen, wird eine Ertragsanalyse der letzten drei Jahre erstellt und mit regionalen Referenzanlagen verglichen.

 

Photovoltaikanlagen trugen im vorigen Jahr mit einem Anteil von 5,9 Prozent zum deutschen Strommix bei. Mit einem Anteil von 12,3 Prozent war die Windkraft unter den regenerativen Energiequellen am ertragsstärksten, Biomasse erzielte 7,9 und Wasserkraft 3,3 Prozent.