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Lange Nacht der Kunst 2016

Langenachtderkunst am Samtag, 21. Mai, an 27 Stationen in der Gütersloher Innenstadt

Hirnlos seit 500 Millionen Jahren: Mit einer Schwarzlichtinstallation schafft die Künstlerin Petra Fleckenstein-Pfeifer im Kundenzentrum Stadtwerke ein Ort der Magie.

Skurrile Skulpturen und Soulmusik, Pentimento und Piano, Klangbilder und Collagen: Mit Kunstaktionen an 27 Stationen in der Gütersloher Innenstadt lädt die Langenachtderkunst am Samstag, 21. Mai, in der Zeit von 19 bis 24 Uhr wieder zu Entdeckungen ein. Die Kunst steht wie immer im Dialog mit dem Wort, den Poeten, mit der Musik, dem Theater und dem Publikum, das Teil der Szene wird. Der Eintritt ist frei.

Ob „Botaniktick“ oder Haikus, „Smultronställe“ oder Quallenparadies: Mit verblüffenden Ausstellungen und Phantasiewelten ziehen die Austeller die Besucher in ihren Bann. Was hinter dem Bontaniktick steckt, kann man bei einem Besuch im Fotostudio Artvertise erfahren, wo fotografische Studien die Pflanzenwelt in eines neues Licht setzen, mal verborgen, mal von Lichtinseln überlagert und mal freigestellt von Form und Farbe. Die schönsten Haikus, eine japanische Gedichtform mit 17 Silben, sind sowohl in der Innenstadt als auch bei einer Soiree in der Deele präsent. Der schwedische Begriff „Smultronställe“ hört sich nicht nur nach kleinen süßen Waldbeeren an, er ist auch das Lieblingsplätzchen und der Rückzugsort, dem Anne Haverland ihre Collagen und Zeichnungen gewidmet hat, die in der Farbtöne Kreativwerkstatt in der Dalkestraße 2 a zu sehen sind. Quallen sind faszinierend und von betörender Magie: Vor allem wenn man sie als Schwarzlichtinstallation, wie die Objekte der Künstlerin Petra Fleckenstein-Pfeifer im Kundenzentrum der Stadtwerke erleben kann.

Einen künstlerischen Heuschreckenschwarm verspricht der Kunstverein im Verhoffhaus. Gemeint sind damit alle Künstler, die es vor Jahren von Ostwestfalen in die Metropole Berlin zog und die nun mit ihren Werken und Freunden zurückkehren. Indes hat die Galerie Siedenhans & Simon  Frankreich eingeladen. Der Blick wird mit Farbradierungen und Monotypien auf drei Künstlerpositionen aus Frankreich gelenkt. Es gibt aber nicht nur etwas für die Augen, sondern auch reichlich auf die Ohren. Zum Beispiel mit dem Duo Vegas im Wasserturm, mit dem Akuna Matata-Chor aus Münster in der Martin-Luther-Kirche oder mit den Klangbildern auf dem Dreiecksplatz, die den Entstehungsprozess des Kunstwerks aus Bildhauerei und Malerei begleiten.

Auf die Besucher zugehen, sie beteiligen und zum Mitmachen einladen: Auch dafür steht die Langenachtderkunst mit ihren Stationen. Schon einmal ein Encaustic-Bild selbst hergestellt, wobei in Wachs gebundene Farbpigmente heiß auf den Maluntergrund aufgetragen werden?  In der Stadtbibliothek erhalten die Besucher die Möglichkeit selbst kreativ zu werden. Im Haus Klangfarben zeigt die Diplom-Bekleidungsingenieurin Oksana Rakosy, wie kreative Dinge aus Stoff entstehen und in der Weberei können alle Besucher ein Zeichen setzen und auf der Weberei-Toleranz-Wand aus 1000 Händen einen Abdruck hinterlassen.

Eröffnet wird die Langenachtderkunst mit einer Glücksbotschaft, getanzt von der Dans Art Academy Bielefeld um 18.30 Uhr auf dem Berliner Platz. Unter dem Titel „Das versteckte Glück“ wollen die Tänzerinnen und Tänzer  alle Menschen aktivieren und zeigen, dass man Glück teilen kann. Mit einem weiteren Beitrag „Avatar und I“ wird eine Reise in die Phantasiewelt in Szene gesetzt.

Künstler vor Ort, Förderer und Institutionen arbeiten mit dem Fachbereich Kultur und Sport zusammen, um die Langenachtderkunst zu präsentieren. Unterstützt wird diese Kulturnacht auch von der Bürgerstiftung Gütersloh.

Mehr Informationen unter www.langenachtderkunst.de