Lob und Kritik
Die sieben wichtigsten
Nummern
Alle anzeigen

Insolvenz des Stromdiscounters BEV: Stadtwerke Gütersloh versorgen betroffene Kunden

Stadtwerke Gütersloh versorgen Kunden, die von der Insolvenz des Stromdiscounters BEV betroffen sind.

Stadtwerke-Vertriebsleiter Gunnar Gühlstorf. Foto: Stadtwerke Gütersloh

Mit der Bayerischen Energieversorgungsgesellschaft (BEV)  hat jetzt ein weiterer Stromdiscounter Insolvenz angemeldet. Betroffene Kunden aus Gütersloh müssen zwar möglicherweise finanzielle Einbußen hinnehmen, brauchen sich aber zumindest keine Sorge um ihre Energieversorgung zu machen. Als Grundversorger übernehmen die Stadtwerke Gütersloh in diesem Fall automatisch die Energiebelieferung. „Sehr gern stehen wir den hiesigen BEV-Kunden für alle weiteren Fragen rund um die zuverlässige und preiswerte Energieversorgung zur Verfügung“, unterstreicht Gunnar Gühlstorf, Leiter Vertrieb der Stadtwerke Gütersloh.

 

Mit Care Energy, Teldafax und Flexstrom hatten in den vergangenen Jahren bereits drei große Billiganbieter Insolvenz angemeldet. Gunnar Gühlstorf: „Das Geschäftsmodell von Discount-Anbietern ist nicht profitabel. Zumeist basiert es auf dem Prinzip, Strom unter dem Einkaufspreis anzubieten und nur durch Vorauszahlungen von Neukunden zahlungsfähig zu bleiben. Wenn die Einkaufspreise steigen – und das ist absehbar – spitzt sich die Lage für diese Unternehmen dann dramatisch zu.“ Es sei grundsätzlich Vorsicht geboten, wenn Anbieter mit hohen Bonuszahlungen locken, die in der Regel frühestens ein Jahr nach Vertragsabschluss fällig werden sollen. Vertriebsleiter Gühlstorf ergänzt: „Es kommt immer wieder vor, dass unseriöse Lieferanten solche Verträge dann vorzeitig unter fadenscheinigen Gründen kündigen – oder aber zahlungsunfähig werden.“

 

Gunnar Gühlstorf empfiehlt daher, den Energieversorger eben nicht allein nach dem günstigsten Preis auszusuchen, zumal regionale Anbieter wie beispielsweise die Stadtwerke Gütersloh für Zuverlässigkeit und Seriosität stehen. Der Vertriebsleiter: „Außerdem sollte man bedenken, dass das Geld dann in der Region bleibt und vor Ort Arbeitsplätze gesichert werden. Im Übrigen unterstützen Stadtwerke-Kunden wichtige Beiträge zur Daseinsvorsorge in ihrer Heimatstadt, beispielsweise das Bäder- und ÖPNV-Angebot oder den Breitbandausbau.