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Glasfaserbreitbandausbau

Die Unternehmensgruppe investiert 100 Millionen Euro in den Glasfaserbreitbandausbau.

Gute Nachrichten für die Gütersloher: Die Unternehmensgruppe Stadtwerke Gütersloh treibt den Ausbau des Glasfasernetzes im Stadtgebiet weiter voran. In den nächsten acht Jahren will der heimische Energieversorger rund 100 Millionen Euro investieren. Langfristiges Ziel ist der flächendeckende Ausbau des Netzes.

Die Verlegung der Datenleitungen bis in die Gebäude ist ein Mammutprojekt: Stand heute gilt es rund 55.700 Haushalte im gesamten Stadtgebiet per Glasfaser mit schnellem Internet zu versorgen – das entspricht etwa 27.800 Gebäuden, die an die Hauptversorgungsleitungen angeschlossen werden müssen.

„Als das Versorgungsunternehmen vor Ort ist es unser Anspruch, ein zukunftsfähiges Glasfasernetz auf dem Stand neuester Technik für alle Gütersloher zu schaffen“, betont Stadtwerke-Geschäftsführer Ralf Libuda. „Eine schnelle und zuverlässige Internetverbindung gewinnt auch im privaten Bereich immer mehr Bedeutung und ist ein wichtiger Teil der Lebensqualität.“

„Der Ausbau des Glasfasernetzes ist ein wichtiger Faktor, um die Attraktivität Güterslohs als Wirtschaftsstandort sowie als Wohnort weiter zu stärken und dauerhaft zu festigen“, unterstreicht Bürgermeister und Vorsitzender des Stadtwerke-Aufsichtsrats Henning Schulz. Der Zugang zu leistungsstarkem Internet spiele heute in nahezu jedem Bereich des öffentlichen und privaten Lebens eine große Rolle.     

Grundlage der Ausbaustrategie ist die durch ein externes Fachplanungsbüro erstellte Masterplanung. Auf deren Basis sollen in den kommenden acht Jahren zunächst bis zu 48.200 Haushalte über einen neuen Glasfaseranschluss bis zum einzelnen Gebäude mit einem Breitbandprodukt versorgt werden. Der Ausbau soll sukzessiv in einzelnen „Ausbauclustern“ erfolgen und in den Stadtbereichen mit der höchsten Siedlungsdichte starten. Voraussichtlich im Herbst dieses Jahres müssen noch der Aufsichtsrat der Stadtwerke und der Gütersloher Stadtrat den einzelnen Teilabschnitten und deren Finanzierung zustimmen.

„In den vergangenen Jahren haben wir bereits ein über 235 Kilometer langes Netz an Hauptversorgungsleitungen aufgebaut. Das erweist sich für den geplanten Ausbau als echter Vorteil“, ist Bernd Kerner, Geschäftsführer der Stadtwerke-Tochter Netzgesellschaft Gütersloh, zufrieden.

In einigen Bereichen ist Gütersloh aber bereits heute durch die Stadtwerke bestens vernetzt: Im vergangenen Jahr wurden schon 38 Gewerbekunden-Standorte mit modernster Glasfaser-Technologie versorgt. Auch alle bestehenden Gewerbegebiete sind bereits mit Hauptversorgungsleitungen erschlossen. In diesem und dem nächsten Jahr folgt die Erschließung der Gewerbegebiete an der B 61 sowie Am Hüttenbrink nach Kundenbedarf.

Auch in Wohngebieten wird das Glasfasernetz in diesem Jahr weiter ausgebaut. Dies gilt etwa für die Siedlungen Jonasweg und Hüssengarten. Zudem planen Stadtverwaltung und Stadtwerke alle Schulen bis Ende 2019 an ein Breitbandnetz anzuschließen, das eine Up- und Download-Geschwindigkeit von einem Gigabit pro Sekunde ermöglicht.

Die Stadtwerke Gütersloh verpachten das Glasfasernetz an ihre Telekommunikationstochter BITel. Und das bedeutet einen weiteren echten Mehrwert für die Gütersloher: Im Rahmen des Netzausbaus ermöglicht die BITel Angebote mit einer Bandbreite, die ein Vielfaches über der des Wettbewerbs liegt. „Der Kunde bekommt von uns modernste Technik und deutlich mehr Daten-Geschwindigkeit aus einer Hand“, hebt Ralf Libuda mit Blick auf die Stadtwerke und ihre beteiligten Tochterunternehmen hervor. Schnellem und problemlosen Surfen steht in Gütersloh also künftig nichts mehr im Wege.