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Glasfaserausbau: Varensell macht den nächsten Schritt

Netzgesellschaft Gütersloh und BITel installieren Knotenpunkt für Glasfaser in Varensell.

Treiben den Breitbandausbau in Varensell voran: Bernd Kerner, Geschäftsführer der Netzgesellschaft Gütersloh, Reinhard Schnitker, Leiter Technische Dienstleistungen der Netzgesellschaft Gütersloh und Manfred Habig, Ortsvorsteher der Gemeinde Varensell (v.l.). Foto: Stadtwerke Gütersloh

Der Breitbandausbau in Varensell schreitet voran: Zu diesem Zweck verlegen Bauunternehmen im Auftrag der Netzgesellschaft Gütersloh aktuell Leerrohre in mehreren Straßen im Ortsteil Varensell. Jetzt haben die Tochterunternehmen der Stadtwerke Gütersloh, BITel Telekommunikation und Netzgesellschaft Gütersloh, einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zum schnellen Internet gemacht. Ende Dezember 2018 wurde der im Fachjargon POP (Point of Presence) genannte Verteilerschrank am Vossebeinweg aufgestellt. 

„So ein Glasfasernetz besteht aus vielen verschiedenen Komponenten, die Schritt für Schritt zusammengesetzt werden, bis am Ende die Kunden das Glasfasernetz konkret nutzen können“, betont Bernd Kerner, Geschäftsführer der Netzgesellschaft Gütersloh. Die Zuleitung von Gütersloh zum POP nach Varensell ist bereits fertiggestellt und auch die Glasfaser wurde eingeblasen.

Für das Telekommunikationsunternehmen BITel ist die Aufstellung des Verteilers ein besonderer Moment. „Der POP ist das Herzstück eines Glasfasernetzes und die Errichtung somit ein wichtiger Meilenstein beim Glasfaserausbau“, erläutert Reinhard Schnitker, Leiter Technische Dienstleistungen der Netzgesellschaft Gütersloh  und verantwortlich für den Glasfaserausbau. „Von hier aus werden gebündelte Glasfaserleitungen zu den Unterverteilern, den grauen Kästen am Straßenrand und von dort zu den jeweiligen Häusern verlegt.“

Anschließend wird auch hier die Glasfaser „eingejettet“, wie man das Einblasen mit Pressluft nennt. Sobald die Faser am Ende des Leerrohres angekommen ist, erfolgt die Fertigstellung des Hausübergabepunktes durch die Installation des Optical Network Terminal (ONT) beim Kunden. Der sogenannte ONT wandelt die optischen Signale der Glasfaserleitung in elektrische Signale um. Wenn die Fasern miteinander verbunden und durchgemessen sind, kann auch die Umschaltung auf das neue Netz erfolgen.

Nach aktuellen Planungen sollen die ersten Kunden Anfang April auf das neue Highspeed-Netz geschaltet werden. Dann sind bis zu 400 Mbit/s pro Anschluss möglich – anstatt der zurzeit in Varensell erreichbaren sechs bis zehn Mbit/s.

„Ich bin froh, dass dieses wichtige Infrastrukturprojekt für Varensell auf einem guten Weg ist. Der Breitbandausbau ist unerlässlich, um wettbewerbsfähig zu bleiben und für die Zukunft gut gerüstet zu sein“, äußert sich Varensells Ortsvorsteher Manfred Habig.

Hintergrund:
Gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen, der Netzgesellschaft Gütersloh und der BITel Telekommunikation, treibt die Unternehmensgruppe Stadtwerke Gütersloh den Ausbau des Glasfasernetzes in der Region maßgeblich voran. Mit dem Bau des Bürgerradweges entlang der Varenseller Straße hatte sich für Bewohner in Rietberg-Varensell die große Chance ergeben, beim Thema  Glasfaserausbau nicht abgehängt zu werden.

Aktuell werden sukzessive 330 private Hausanschlüsse erstellt. Zudem haben sich rund 15 Gewerbetreibende für den Einstieg ins digitale Zeitalter entschieden. „Ich bin sehr froh, dass die Angebote der Unternehmensgruppe Stadtwerke Gütersloh auf eine so überwältigende Resonanz gestoßen sind und die Menschen hier bald im besten Sinne des Wortes mit Lichtgeschwindigkeit im Internet surfen, Filme und Livestreams sehen, Musik hören und telefonieren können“, erläutert Bernd Kerner.