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Digitale Zukunft hält Einzug in Varenseller Haushalte

Glasfaserausbau: Erste Haushalte in Varensell profitieren von den Vorzügen des Highspeed-Internets.

Sind von den Vorteilen der Glasfaser-Technik überzeugt: (von links) Manfred Habig (Ortsvorsteher Varensell), Andreas Kochtokrax (Netzgesellschaft Gütersloh), Lenia, Martin und Denise Beck und Hanspeter Dräger (BITel). Foto: Stadtwerke Gütersloh

Die Unternehmensgruppe Stadtwerke Gütersloh treibt den Breitbandausbau auch außerhalb der Gütersloher Stadtgrenzen erfolgreich voran: In Rietberg-Varensell werden jetzt die ersten Haushalte von der BITel - der Stadtwerke-Telekommunikationstochter - für das Internet der Zukunft freigeschaltet.

Denise und Martin Beck sind zwei von insgesamt 18 Hausherren in Varensell, die nun von den Vorzügen des Highspeed-Internets profitieren. Langsames Surfen und stockendes Streamen gehören bei Familie Beck der Vergangenheit an. Sie sind mit 400 Mbit pro Sekunde (Mbit/s) im Internet unterwegs. Bislang waren in Varensell nur sechs bis zehn Mbit/s erreichbar. „Das ist Lebensqualität und ein echter Mehrwert für uns“, findet Familienvater Martin Beck. „Große Datenmengen herunterzuladen ist kein Problem mehr für uns. Wir können jetzt ganz unkompliziert im Internet surfen, telefonieren und Streamingdienste nutzen.“

Erst Ende vergangenen Jahres wurde der POP (Point of Presence) – ein Verteilerschrank - am Vossebeinweg von der Netzgesellschaft Gütersloh, einer weiteren Tochter der Stadtwerke Gütersloh, errichtet. Von dort verlegten die Mitarbeiter der Netzgesellschaft gebündelte Glasfaserleitungen zu den Unterverteilern und weiter zu den jeweiligen Häusern.

„Anhand der vorhandenen Versorgungsstrukturen wie Gas- oder Wasseranschlüsse wählen wir den kürzesten Weg des Glasfaserkabels direkt in das Gebäude“, erläutert Bauleiter Andreas  Kochtokrax von der Netzgesellschaft. „Aufwändige Tiefbauarbeiten  auf dem Grundstück können in der Regel vermieden werden.“ So war es auch bei Denise und Martin Beck. Lediglich der Hausübergabepunkt, ein sogenanntes Optical Network Terminal (ONT), im Keller zeugt von den Bau- und Installationsarbeiten. Das ONT ist nicht viel größer als eine mittlere Pralinenschachtel und nimmt im Keller praktischerweise kaum Platz ein.

Die Entscheidung für einen Glasfaseranschluss bis in das Gebäude (FTTH) haben die Becks ganz bewusst getroffen. „Die Datenmengen werden in Zukunft immer größer und immer mehr internetfähige Geräte finden in den Haushalten ihren Platz“, sagt Denise Beck. „Um mit der technischen Entwicklung Schritt zu halten und im wahrsten Sinne des Wortes nicht den Anschluss zu verlieren, haben wir uns für die Glasfaser bis ins Haus mit einem BITel-Produkt entschieden.“

So geht es auch vielen weiteren Varensellern. Insgesamt werden im Laufe dieses Jahres nach und nach 330 Privathaushalte an das Netz der Zukunft im Rietberger Ortsteil angeschlossen. Hanspeter Dräger von der BITel ist überzeugt, dass die Varenseller damit bestens für die Zukunft gerüstet sind: „Die Glasfaser-Technik ist deutlich leistungsstärker und schneller als das vermeintlich innovative Vectoring, bei dem die Glasfaser lediglich bis zum Verteilerkasten gelegt wird und die Daten über die letzten Meter im alten Kupfernetz übertragen werden.“ Mit der Glasfaser-Technik bekomme jeder Kunde genau die Leistung, die er bei der BITel gebucht habe. Klare Fernsehbilder, große Downloads und störungsfreie Telefonie werden in Sekundenbruchteilen ermöglicht.

Auch Varensells Ortsvorsteher Manfred Habig ist froh, dass  in Varensell ein reines Glasfasernetz gebaut wurde: „Unsere Gesellschaft wird immer digitaler. Der Zugang zu schnellem Internet wird auch im privaten Bereich immer wichtiger. Wir – der Ortsteil Varensell und die Unternehmensgruppe Stadtwerke Gütersloh - haben dafür die besten Voraussetzungen geschaffen, damit die Varenseller nicht von der Zukunft abgehängt werden.“