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Bänischssee - keine Gefahr für das Trinkwasser

Wegen Algenblüte im Bänischsee stillgelegte Trinkwasserbrunnen der Stadtwerke wieder in Betrieb

Im April wurde über eine Algenblüte im Bänischsee in Rheda-Wiedenbrück berichtet. Bei der aufgetretenen Alge handelt es sich um ein rot gefärbtes Cyanobakterium namens „Burgunder Blutalge“, die durch eine sich bildende rote Masse an der Wasseroberfläche besonders auffällig ist. Von der Burgunder Blutalge ist bekannt, dass sie verschiedene Toxine bildet, die auch für den Menschen gesundheitlich bedenklich sein können.

Da der Bänischsee in einem Wassergewinnungsgebiet der Stadtwerke Gütersloh liegt, wurden drei Trinkwasserbrunnen der Stadtwerke vorsorglich außer Betrieb genommen.

Die veranlassten Wasseruntersuchungen haben inzwischen ergeben, dass keine Gefahr für das Trinkwasser besteht. Die gebildeten Toxine werden relativ rasch abgebaut, im Wasser des Sees wurden nur geringen Mengen gefunden. Ebenfalls untersuchte Beobachtungsbrunnen und die Trinkwasserbrunnen sind völlig frei von diesen Stoffen. Die Wasserförderung wurde daher wieder im normalen Umfang aufgenommen. Auch die Algenmasse hat sich inzwischen weitestgehend zurückgebildet.

Die Ursache für die Algenblüte ist weiterhin ungeklärt. Die Stadtwerke schließen Überdüngungen im landwirtschaftlichen Bereich als Ursache aus. Der See wird durch einen breiten Grüngürtel geschützt. Darüber hinaus reduzieren die Landwirte im Wasserschutzgebiet im Rahmen der Trinkwasserkooperation mit den Stadtwerken Gütersloh seit mehr als 25 Jahren ihre Düngung auf ein verträgliches Maß.